Heilpädagogisches Handeln mit Menschen des Autismus-Spektrums umfasst vielfältige methodische Ansätze, zu denen das Modul einen Überblick bietet und besonders auf Unterstützte Kommunikation und Unterstützerkreise blickt. Wichtig sind bei der Methodenauswahl eine individuelle Wahrnehmung der Ressourcen des betroffenen Menschen und seines Umfeldes und eine ebenso individuelle Ausrichtung auf den Menschen und sein Umfeld.

Der TEACCH-Ansatz gehört zu den gängigen Handlungskonzepten in Bezug auf Menschen aus dem Autismus-Spektrum und lässt sich mit den Aspekten der Strukturierung, der Rhythmisierung und der Visualisierung von Abläufen konstruktiv für heilpädagogisches Handeln nutzen. Die Unterstützte Kommunikation (UK) inklusive PECS eröffnet für viele eingeschränkt oder nicht sprechende Menschen Zugänge zu Interaktion und Kommunikation.  Die Profilarbeit intendiert die Selbstvertretung im System.

Darüber hinaus werden andere methodische Konzepte thematisiert und kritisch betrachtet: Applied Behaviour Analysis (ABA), Autismusspezifische Verhaltenstherapie (AVT) u. a.

Die Unterschiedlichkeit der methodischen Ansätze sowie der beteiligten Personen zeigen die Herausforderung, diese für gemeinsames Handeln zu integrieren. Eine mögliche Form für gelingende Kooperation ist das Bilden und Durchführen von Unterstützerkreisen. Ein Kerngedanke des Konzeptes ist, alle UnterstützerInnen, d. h. Fachpersonen und Nicht-Fachpersonen, sowie die Person mit Autismus in einem strukturierten Beratungskontext zu vereinen, um ein personenzentriertes und familienorientiertes Vorgehen zu erarbeiten. Im Sinne von Empowerment und Inklusion stehen die autistischen Menschen und ihre Familien im Mittelpunkt ihres Kreises und wirken aktiv an Absprachen und Zielen mit.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:
  • Marte Meo in Grundzügen kennen,
  • den TEACCH-Ansatz in seinen theoretischen Grundlagen erläutern,
  • Ideen zur Visualisierung und Strukturierung von Abläufen entwickeln,
  • Möglichkeiten der UK kennen und einen PECS Ablauf beschreiben,
  • Profilerstellung mit und für Klientinnen und Klienten kennen,
  • Ziele und Aufbau eines Unterstützerkreises mit dessen besonderer Visualisierungsform und dessen methodischen Aufbau erläutern,
  • einen Unterstützerkreis methodisch planen, durchführen und evaluieren,
  • aus der Theorie in die Praxis: praktische Ideen für Einzel- wie Gruppensettings kennen, anwenden und für heilpädagogisches Handeln reflektieren.
Methodenvielfalt: Marte Meo, Unterstützte Kommunikation und Unterstützerkreise, Profilarbeit, TEACCH-Ansatz und mehr
Kurs-Nr.:
23 W 7.3
 
 
Referentinnen:
Silke Schellbach | Heike Zett
Termin:
Freitag, 22. September 2023, 13:00-20:00 Uhr
Samstag, 23. September 2023, 09:00-16:00 Uhr
Umfang:
14 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
18. August 2023
Zielgruppe:
HeilpädagogInnen
Max. Gruppengröße:
18
Verpflegung:
Tagungsverpflegung ist in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Heilpädagogische Praxis und Lernhilfezentrum Zett
Kieler Str. 18, 41540 Dormagen
Webseite
Kosten:
BHP-Mitglieder 280,00 €
Nichtmitglieder 355,00 €