Beobachtung wird als Wahrnehmung von Personen und deren Verhalten definiert. Aufgrund der (bewussten oder unbewussten) Interpretation des Verhaltens erfolgt die eigene Reaktion. Beobachtung ist immer Teil der Heilpädagogischen Diagnostik. Beobachtung als bewusst eingesetztes diagnostisches Instrument bedeutet, Aspekte der Zielstrebigkeit, Strukturierung, Planung und Kontrolle sowie kritische Bewertung und Interpretation stärker zu betonen.

Paul Moors Aussage „Erst verstehen, dann erziehen“ weist der Beobachtung im Rahmen einer Heilpädagogischen Diagnostik eine weitere Dimension zu:

Verstehen wollen –  den persönlichen Sinn und die Bedeutsamkeit von Verhaltensweisen im individuellen Kontext erfassen. Dies geschieht nicht in Neutralität und Objektivität, sondern auf Grundlage und in Anerkennung einer wechselwirksamen Beziehung und Subjektivität. Ich bin Beobachter/in und Beobachtete/r. Meine Wahrnehmung und mein daraus resultierendes Verhalten, mein Sprechen und Handeln wird beeinflusst und nimmt Einfluss auf die beobachtete Situation und damit auf den gesamten diagnostischen Prozess.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:
  • Methodische Aspekte, u. a. Funktion, Formen und Dokumentation von Beobachtung, darlegen,
  • Fehlerquellen und Risiken bei der Beobachtung identifizieren,
  • verschiedene Beobachtungsverfahren und Beobachtungsbögen diskutieren,
  • Beobachtung und Subjektivität unter heilpädagogischen Gesichtspunkten und Fragestellungen reflektieren.
Beobachtung in der Heilpädagogischen Diagnostik
Kurs-Nr.:
23 W 2.15
 
 
Referentin:
Ulrike Seyfang
Termin:
Samstag, 24. Juni 2023, 10:00-18:00 Uhr
Sonntag, 25. Juni 2023, 09:30-13:00 Uhr
Umfang:
12 Einheiten
Bitte Anmeldung bis:
05. Mai 2023
Zielgruppe:
Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
Max. Gruppengröße:
20
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Tagungshaus St. Clemens
Platz an der Basilika 3, 30169 Hannover
Webseite
Kosten:
BHP-Mitglieder 210,00 €
Nichtmitglieder 270,00 €