Die Reform des SGB VIII stärkt Fragen des Kinderschutzes für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen. Heilpädagoginnen und Heilpädagogen arbeiten in unterschiedlichen Kontexten mit Kindern und Jugendlichen und kommen mit Fragen des Kinderschutzes bzw. des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung in Kontakt.

Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung stellen ein brisantes Thema dar, da diese ethische Dilemmata aufreißen, die Fragen der Eltern- und Kinderrechte sowie Fragen von Bindung und traumatisierenden Erfahrungen bei Verbleib in oder Herausnahme aus der Familie zuspitzen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die Entwicklungsverzögerungen und/oder auffälliges Verhalten zeigen, fällt vielen eine verbindliche Einschätzung schwer.

Die hier deutlich werdenden anspruchsvollen Dimensionen heilpädagogischer Fachlichkeit und die zeitliche Reichweite der Verantwortung verunsichern viele. Die Herausforderung wird im Rahmen der Veranstaltung konstruktiv angenommen.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:
  • Fragen des Kinderschutzes und der Kindeswohlgefährdung rechtlich verorten,
  • Kriterien einer Kindeswohlgefährdung beschreiben,
  • Fragen des Kinderschutzes und der Kindeswohlgefährdung für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen diskutieren,
  • Instrumente der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung kennen,
  • einen Verfahrensstandard zum Umgang mit dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erstellen,
  • die eigene Verantwortung und Rolle als HeilpädagogIn reflektieren.
Fragen des Kinderschutzes in der heilpädagogischen Praxis
Kurs-Nr.:
23 O 11
 
 
Referent:
Patrick Werth
Termin:
Samstag, 18. Februar 2023, 09:00-17:00 Uhr
Anmeldung bitte bis:
20. Januar 2023
Umfang:
8 Einheiten
Zielgruppe:
HeilpädagogInnen und andere pädagogische Fachkräfte
Max. Gruppengröße:
20
Format:
Online
Kosten:
BHP-Mitglieder 95,00 €
Nichtmitglieder 135,00 €