Emotionen sind im Leben allgegenwärtig. Sie bestimmen nicht nur, wie wir uns fühlen, sondern beeinflussen auch unsere Gedankenwelt, wirken auf unsere Entscheidungen und durchdringen die Art und Weise, wie wir uns verhalten. Die Gefühle geben dem Menschen Orientierung in der Welt, in dem sie vermitteln, was sich gut und was sich schlecht anfühlt. Ein Leben ohne Emotionen ließe sich entsprechend mit einem Tanzen ohne Musik vergleichen.

Diese taktgebende Funktion der Emotionen gilt in besonderer Weise auch für Lernprozesse. In klassischen Lerntheorie wurde Lernen noch häufig als rein intellektueller oder kognitiver Vorgang gefasst, doch heute ist die formgebende Bedeutung der Emotionen beim Lernen längst erwiesen. Fühlen und Denken, oder Emotionen und Kognitionen, sind zwei Seiten der gleichen Medaille und müssen bei der Gestaltung von Lernprozessen gleichermaßen berücksichtigt werden. Mehr noch: Das emotionale Erleben eines Menschen wandelt sich im Verlauf des Lebens entsprechend der jeweiligen Lern- und Bildungsprozesse.

Wie aber lassen sich Erkenntnisse einer interdisziplinären Emotionsforschung für heilpädagogisches Handeln nutzen? Wie können Emotionen bei der Gestaltung von Lernprozessen mehr berücksichtigt werden?

In der Veranstaltung werden Grundlagen erörtert und es wird gemeinsam versucht, praxisbezogene Antworten auf entsprechende Fragen zu formulieren.

Die geheime Sprache der Emotionen. Emotional-kognitives Lernen in der Heilpädagogik
Kurs-Nr.:
23 F 8.1
 
 
Referent:
Dr. Jan Steffens
Termin:
Samstag, 18. März 2023, 09.00-13.00 Uhr
Anmeldung bitte bis:
17. Februar 2023
Zielgruppe:
HeilpädagogInnen und andere pädagogische Fachkräfte
Max. Gruppengröße:
30
Format:
Online
Kosten:
BHP-Mitglieder 45,00 €
Nichtmitglieder 60,00 €